Schlechte Laune – Worauf du achten musst und was du dagegen tun kannst

Schlechte Laune Karrierekebap

Die graue und dunkle Jahreszeit ist da und hat einige von uns fest im Griff. Lange Gesichter und trübe Gemüter begegnen uns bereits auf dem Weg zur Schule, Uni oder zum Arbeitsplatz. Wer da nicht mit guter Stimmung aus dem Bett gekommen ist, muss stark sein, um sich nicht von der schlechten Laune anderer Menschen anstecken zu lassen. Aber woher kommt die schlechte Laune überhaupt? Und was können wir dagegen tun? Marie von Karriere Guru hat sich für uns einmal umgeschaut und erklärt dir heute, woher die miese Stimmung eigentlich kommt.

Wer hat alles schlechte Laune?

Wenn ich aktuell morgens in die Bahn steige, rufe ich laut: So! Jetzt mal alle schön die Mundwinkel nach unten ziehen! Das ist zwar nicht wahr, aber trotzdem wirkt es so, als stimme es. So gut wie jeder Mensch mutiert ab Mitte November zum Morgenmuffel und schiebt die schlechte Laune durch den Tag vor sich her. Da hilft auch kein Kaffee oder ein nett gemeintes „lach doch mal“. Zugegeben, in Sommermonaten bin ich deutlich besser drauf, aber diese Massennegativität im Winter hilft doch keinem. Die kalte Jahreszeit lässt sich dadurch auch nicht besser ertragen.

Doch bevor es hier den Anschein hat, dass ich selbst ein ständig gut gelaunter Mensch bin, der sich nur über die griesgrämigen Gesichter beschweren möchte, sollte ich klarstellen, dass ich nicht an den ständig gutgelaunten Menschen glaube. Dass es ihn wirklich gibt, ist so unwahrscheinlich, wie die umstrittene Behauptung, dass Nutella und Fleischwurst zusammen gut auf einem Brötchen schmecken.

Klingt vielleicht hart, ist aber so. Es kann mir keiner erzählen, dass er 365 Tage im Jahr 24 Stunden gute Laune hat. Es spricht auch überhaupt nichts dagegen, von Zeit zu Zeit schlecht drauf zu sein. Hier macht ganz klar der Ton die Musik: Einen miesen Tag zu haben, ist ja völlig in Ordnung. Die Laune an Freunden, Familie und Co. auszulassen, nervt die Liebsten auf Dauer sehr wahrscheinlich aber. Natürlich ist niemand von uns ein Heiliger und hat bestimmt schon das ein oder andere Mal den Partner oder besten Freund mit in das emotionale Tief gezogen. Doch wer dauerhaft unzufrieden mit Uni, Beruf, Sport und anderen Dingen ist oder sich selbst nicht erklären kann, warum die Mundwinkel ständig unten hängen, der sollte etwas an seiner aktuellen Situation ändern.

Mögliche Symptome

Ja, wie erkennst du so einen Miesepeter eigentlich? Für mich lassen sich schlecht gelaunte Menschen nicht nur an einem grimmigen Ausdruck im Gesicht erkennen. Zum einen reagieren solche Leute oft über – schon bei Kleinigkeiten wirken sie genervt und antworten patzig. Doch auch ständiges Jammern oder Beschweren über alles und jeden können Symptome für ein emotionales Tief sein. Wer sonst immer gerne erzählt und vor Freude strahlt, wird möglicherweise durch plötzliches Schweigen und Zurückhaltung enttarnt. Natürlich lebt jeder seine schlechte Laune anders aus, weshalb sich die Symptome stark unterscheiden. Aber wer mit langem Gesicht im Büro sitzt und nicht einmal ein morgentliches „Hallo“ über die Lippen bringt, der könnte wohlmöglich ein Opfer dieser bekannten Volkskrankheit geworden sein.

Warum schlechte Laune?

Woher unsere Verstimmungen letztendlich stammen, fragen wir uns doch alle. Manchmal ist die Antwort schnell gefunden. Ob Unzufriedenheit mit der aktuellen (Lebens-)Situation, eine kürzliche Trennung oder gerade bei den Damen das bekannte, monatlich wiederkehrende Übel. Es gibt viele Gründe, warum wir nicht mit Dauergrinsen im Gesicht durch die Weltgeschichte laufen. Ehrlich gesagt wäre das vielleicht irgendwann auch langweilig. Doch was ist, wenn ich die Gründe nicht im eigenen Umfeld oder der psychischen Verfassung finden kann? Wenn eine leckere Pizza das eigene Wohlbefinden nicht verbessert? Wenn der Grund für eine verbale Entgleisung nicht jene Menschen sind, die andere Menschen nicht erst aus der Bahn aussteigen lassen oder auf der Rolltreppe links sowie rechts stehen? (Es heißt rechts stehen, links gehen – nur mal so nebenbei).

Tja, da wird das Ganze schon etwas komplexer – und auch medizinischer. Natürlich bin ich kein Arzt und kann die komplexen Zusammenhänge unseres Körpers nicht wirklich besser beantworten als Dr. Google. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, über die du dich informieren solltest, wenn deine schlechte Laune einfach nicht weggeht.

  • Trinkst du genug? Durch Wassermangel kann eine innere Unruhe ausgelöst werden. Drei bis vier Liter Wasser am Tag können mitunter helfen dein Problem zu lösen.
  • Nährstoffmangel: Unsere gute Laune kann auch durch einen Mangel an Magnesium, Eisen, Zink oder Vitaminen, getrübt werden.
  • Die Schilddrüse: Sie nimmt Einfluss auf unseren Hormonspiegel und somit auch auf unseren Gemütszustand. Sollte sie bei dir noch nie untersucht worden sein, berichte deinem Hausarzt von den Problemen. Besteht der Verdacht, dass deine Schilddrüse schuld an der miesen Laune ist, wird ein Blutbild dir schnell Gewissheit bringen.
  • Schlaf: Wenn meine Mutter früher gesagt hat „du musst genug schlafen mein Kind“, habe ich das oft belächelt. Doch ausreichend Schlaf ist wichtig für unseren Körper. Zwischen sechs und acht Stunden gelten als optimal.

Was gegen schlechte Laune tun?

Um dein emotionales Tief zu überwinden und die kalte Jahreszeit mit einem Lächeln zu überstehen, gibt es einige sinnvolle Tipps:

  • Mache dir positive Gedanken: Klar gibt es viele Dinge, die uns täglich den letzten Nerv rauben. Aber es gibt mindestens ebenso viele, für die sich das Aufstehen wirklich lohnt. Mach dir bewusst, was in deinem Leben gut und nicht schlecht läuft. Freu dich darüber, dass die Bahn heute nur fünf und nicht zwanzig Minuten Verspätung hat. Sei dankbar für deine Gesundheit oder einfach dafür, dass dein Lieblingsbrötchen beim Bäcker heute nicht ausverkauft war. Suche das Positive in deinem Leben und die schlechte Laune verfliegt hoffentlich von ganz alleine.
  • Nimm dir eine Auszeit: Gerade dann, wenn Arbeit dich stresst und du die Predigten deines Chefs mittlerweile im Schlaf aufsagen kannst, ist es Zeit für eine Auszeit. Doch auch als Student tut dir ein bisschen Ruhe während der Klausurenphase sicherlich gut. Egal ob Urlaub, einen Wellnesstag oder einfach nur „Netflix & Chill“ und eine Portion Schlaf – nimm dir Zeit für dich und komm runter. Manchmal bewirken solche Entspannungstage echte Wunder.
  • Suche dir Ablenkung: Nicht nur Ruhepausen und Entspannung können helfen, deine schlechte Laune zu besiegen. Oft muss man einfach mal auf andere Gedanken kommen und alles um sich herum vergessen. Da ist Ablenkung doch der perfekte Weg, finde ich. Geh zum Sport und power dich richtig aus oder wenn du so ein Sportmuffel bist wie ich, schnapp dir deine Freunde und setz dich in eine Bar. Auch Weihnachtsmarkt, Shoppen und alles was dir sonst so einfällt, ist erlaubt. Mach das, worauf du Lust hast und hab Spaß. Und wenn deine Laune es wirklich nicht zulässt, hilft es manchmal auch, seine Freunde anzurufen und ihnen zu erzählen, warum du so mies drauf bist. Sie kennen dich gut und stehen dir bestimmt mit Rat und Tat zur Seite.
  • Du bist der Boss: Das Wichtigste ist, dir klarzumachen, dass du dein eigener Chef bist. Du entscheidest darüber, wie du dich fühlst und ob deine schlechte Laune deinen Tag bestimmt. Schließlich kontrollierst du deine Gedanken.
  • Kauf dir was Schönes: Wer sagt „Geld alleine macht nicht glücklich“, der hat bestimmt Recht. Doch gerade, wenn das Wetter schlecht und die Laune mies ist, können ein paar neue Schuhe die Glücksgefühle explodieren lassen. Natürlich solltest du nicht bei jeder kleinen Verstimmung zugreifen, sonst sorgt dein Kontostand bald für ein langes Gesicht. Aber sich hin und wieder mal was zu gönnen, kann dir wirklich helfen.

Neues Jahr, neuer Job?

Sollten alle Tipps und Tricks nicht helfen, ist umdenken angesagt. Wenn dein Job schuld an deiner immer wieder auftretenden schlechten Laune ist, ist es an der Zeit über einen beruflichen Wechsel oder einen Karriere-Neustart nachzudenken. Mache dir eine Liste mit den Dingen, die dich im Beruf stören. Hängt dein emotionales Tief eher mit den Kollegen und dem Chef zusammen oder hast du keinen Spaß an der Arbeit selbst?

Trifft Ersteres auf dich zu, solltest du Stellenanzeigen durchforsten und den Arbeitgeber wechseln. Sind Lebenslauf und Bewerbungsschreiben gut, wirst du sicher schnell eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten, was dir wiederrum zu einem schnellen beruflichen Wechsel verhelfen kann. Bist du eher wegen deiner Tätigkeit schlecht drauf, zum Beispiel weil du dich unterfordert fühlst oder dir die Arbeit keinen Spaß macht, solltest du über eine neue Karriere nachdenken. Es gibt zahlreiche Berufe und Weiterbildungen, bei denen mit Sicherheit auch etwas für dich dabei ist. Nimm dir Zeit, um herauszufinden, was dich wirklich interessiert oder sprich mit Freunden und Familie über deine Überlegung. Sie kennen dich gut und haben vielleicht auch ein paar Berufsvorschläge.

Insgesamt gibt es immer einen Ausweg aus der schlechten Laune, du musst ihn nur finden. Und außerdem ist 2017 in wenigen Wochen um. Wer weiß, was das neue Jahr für dich bereithält, denn wie heißt es so schön: Neues Jahr, neues Glück – oder eben neuer Beruf.

Schlechte Laune – Worauf du achten musst und was du dagegen tun kannst
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WER SCHREIBT HIER?

Mustafa Demertzis
Hi, mein Name ist Mustafa. Ich bin leidenschaftlicher Online-Marketer, einer der besten Papas :), verrückter Fußballliebhaber und natürlich die Person hinter Karrierekebap. Du willst noch mehr über mich und mein Projekt wissen? Auf geht’s

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Über die Autorin

Das ist Marie, die seit Kurzem das Marketing Team der webschmiede GmbH verstärkt. Schreiben zählt aber schon seit ein paar Jahren zu ihren persönlichen Leidenschaften. Sie schreibt unter anderem für den Blog Karriere Guru.

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